Sie sind hier: Startseite 1. Mannschaft Spielberichte 14/15 SV Ulmet - SV Rammelsbach 5:1 (2:0)

SV Ulmet - SV Rammelsbach 5:1 (2:0)

erstellt von Baegger zuletzt verändert: 30.03.2015 14:28

SV Ulmet - SV Rammelsbach 5:1 (2:0)

Niederlage innerhalb weniger Minuten

 

Wie soll man diese Niederlage beim Tabellenzweiten analysieren?

„Das Glück, das man halt hat, wenn man Vorne steht“..

„Das Pech an den Stiefeln, wenn man Hinten steht“???

„Gegentore zu ungünstigen Zeiten“??

 

Das wären natürlich die einfachsten Erklärungen und ein Alibi für die Beteiligten.

Eher sollte man die eigenen Unzulänglichkeiten und Unaufmerksamkeiten ansprechen und dem Gegner einfach zugestehen, dass er genau dann zugeschlagen hat, als ihm die Möglichkeiten geboten wurden.

Und genau das zeichnet eine Spitzenmannschaft aus.

Unsere Mannschaft zeigte in der 1. Halbzeit eine gute Partie und bot dem Tabellenzweiten nicht nur Paroli, sondern hatten auch noch die besseren Chancen zur Führung.

Diese blieben jedoch ungenutzt, was sich gerade gegen Gegner dieses Kalibers rächen sollte.

Mitte der 1. Halbzeit hatte man auch noch ein psychologisches Erfolgserlebnis zu verbuchen, als „Nichttorhüter“ Fabian Bäcker einen Elfmeter hielt und die Mannschaft somit vor einem Rückstand bewahrte.

Das mit der Psyche ist halt so eine Sache. Als man sich dann langsam, aus unserer Sicht gesehen schon sicher, auf die Halbzeitpause vorbereitete, schlugen die Gastgeber eiskalt zu.

Innerhalb von 90 Sekunden waren die vorherigen 43 Minuten für uns abgehakt.

Zunächst kam ein Spieler der Gastgeber an der Strafraumgrenze unbedrängt zum Schuss und der Ball senkte ich unhaltbar ins Tor und noch keine zwei Minuten später führte ein Angriff über die rechte Seite der Ulmeter und einem weiteren unhaltbaren Schuss zur 2 – 0 Führung. Direkt im Anschluss daran bat der Schiri die Mannschaften zur Pause.

Beide Treffer wären bei energischerem einschreiten sicherlich zu verhindern gewesen.

Die Gastgeber nutzten die Konzentrationsschwächen gnadenlos aus.

Die zweite Halbzeit war kaum angepfiffen und alle Vorsätze waren so gut wie über den Haufen geschmissen. Mit dem 3 – 0 fiel die vermeintliche Entscheidung.

Zunächst plätscherte die Partie dahin, doch plötzlich löste sich Kevin Schröck an der Strafraumgrenze von seinem Gegenspieler und wollte auf das Tor zueilen. Direkt vor der Strafraumlinie brachte ihn dieser mit einer Notbremse zu Fall; warum der Schiri hier „nur“ auf Freistoß entschied, jedoch die persönliche Strafe nicht aussprach, ist nicht nachzuvollziehen.

Den fälligen Freistoß schoss Felix Bartz. Der Ball wurde dann unhaltbar für den Torsteher ins Tor abgefälscht.

Dann die 60. Minute… hätte, können, wenn und aber..

Dieses Mal löste sich Marvin Höbel von seinem Gegenspieler und wurde regelwidrig vom Ball getrennt. Da auch hier eine Notbremse vorlag, muss….

Christopher Draudt übernahm die Verantwortung, legte sich den Ball zurecht, schickte den Torsteher in die falsche Ecke, der Ball strich jedoch am Pfosten vorbei ins Aus.

Irgendwie spiegelte sich in dieser Szene das Spiel unserer Mannschaft.

Kurze Zeit später ahndete der Schiri ein klares Handspiel im Strafraum der Gastgeber nicht und ein weiterer Strafstoß blieb verwehrt.

Als sich die Spielzeit fast abgelaufen war, schlugen die Gastgeber dann noch zweimal zu. In der 88. und in der 90. Minuten erhöhten sie auf 5 – 1. Müßig, darüber zu diskutieren, ob das Ergebnis zu hoch ausgefallen ist oder…

Am Ende standen 0 Punkte zu Buche und man sollte in erster Linie analysieren, warum in so entscheidenden Phasen kurz vor und nach der Halbzeit ein Spiel aus der Hand gegeben wurde.

Nach den beiden Partien gegen die beiden Tabellenersten stehen nun die Wochen der Wahrheit an. Noch sind im Abstiegsrennen keine Entscheidungen gefallen und die nächsten Spiele werden zeigen, wohin die Reise geht. Am Sonntag kommt mit der SG Erdesbach/Dennweiler/Oberalben eine Mannschaft, die uns in der Hinrunde eine empfindliche Niederlage beigebracht hat, die sich aber nunmehr im Niemandsland der Tabelle wieder findet. Sie hat mit dem Aufstieg nichts mehr zu tun. Ob dies ein Vor- oder Nachteil ist, kann man sicherlich erst nach der Partie feststellen.

 

Günter Bäcker

 

 

Aufstellung:

Bäcker - Bossung, Exner, Barnekow - Draudt S., Ruth - Bartz, Draudt C., Schröck S. - Höbel (75. Zimmer), Schröck K. (80. Martin)

 

Tore:

1:0 Dennis Scholz (44.)

2:0 Daniel Alexander (45.)

3:0 Dennis Scholz (47.)

3:1 Felix Bartz (48.)

4:1 Jan Allmann (85.)

5:1 Dennis Scholz (88.)