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SV Rammelsbach - SV Lauterecken 0:2 (0:1)

erstellt von Baegger zuletzt verändert: 17.03.2016 08:29

Im Jahr 2016 weiterhin ohne Sieg

SV Rammelsbach - SV Lauterecken 0:2 (0:1)

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Nach der 0 – 2 Heimniederlage gegen den SV Lauterecken bleibt unsere Mannschaft im Jahr 2016 weiterhin ohne „Dreier“ – und dies völlig zu Recht.

In einer Partie mit fast kollektivem schwachem Leistungsniveau entführten die Gäste völlig verdient die Punkte.

Unsere Mannschaft nahm zwar das Heft von Beginn an in die Hand, doch über die kompletten 90 Minuten wurden nur wenige, nicht unbedingt nennenswerte, Torchancen erarbeitet.

Die Gäste standen sehr tief und verlegten sich, sehr erfolgreich, aufs Kontern.

So hatten sie bereits in der 14. Minute die erste Riesenmöglichkeit zur Führung, als nach einem Querpass vorm Strafraum und einem desolaten Stellungsspiel unserer Defensive ein Gästespieler völlig frei vor Daniel Gras auftauchte, jedoch den Ball flach neben das Gehäuse setzte.

Die 22. Minute könnte die Schlüsselszene der Partie gewesen sein.

Marvin Höbel tauchte völlig frei vor einem Gästespieler auf, konnte den Ball gerade noch an diesem vorbei Richtung leeres Tor schieben und wurde hierbei zu Fall gebracht.

Der Schiri ließ zunächst konsequenterweise den Vorteil laufen, doch als ein zurücklaufender Gästespieler den Ball noch vor der Torlinie klären konnte, pfiff er das Foul an Marvin.

Von seinem Strandpunkt aus (Höhe Mittellinie) war für ihn evtl. nicht ersichtlich, ob das Foul vor oder im Strafraum war, sodass er sich für die Variante „vor dem Strafraum“ entschied.

Dass er jedoch dem Gästespieler nicht regelkonform wegen Notbremse die Rote Karte, sondern die Gelbe zeigte, entbehrt jeglicher Regelauslegung.

Mit dem fälligen Freistoß hatte der Gästetorhüter keine Mühe.

Nach knapp einer halben Stunde dann die Ernüchterung bei den Einheimischen.

Der Gästestürmer wurde Höhe des Strafraumeckes angespielt und die Situation schien eigentlich eher ungefährlicher Art.

Doch in der für ihn aussichtslosen Situation „1 gegen 4“ setzte er sich gegen alle Vier entscheidend durch und stand dann völlig alleine vor Daniel Gras und vollstreckte eiskalt zum 0 – 1.

Vor der Halbzeitpause ergab sich für unsere Mannschaft noch eine Tormöglichkeit. Nach einer Flanke von rechts (Felix Bartz) über die Gästeabwehr traf Sven Schröck freistehend den Ball nicht richtig und vergab diese Möglichkeit.

Kopflos verlagerte unsere Truppe zwar das Spiel in die gegnerische Hälfte, doch meist mündeten die Aktionen in hohen Bällen aus dem Halbfeld, was die Defensive der Gäste vor keine großen Probleme stellen sollte.

Zur  Halbzeitpause sprach eine Stimme aus dem Chaos: „Lächele und sei froh, denn es könnte schlimmer kommen“. Und man lächelte und war froh.

…und es kam Schlimmer.

Die zweite Halbzeit fußballerisch zu beschreiben, erfordert schon ein bisschen Fantasie.

Keimte in der 48. Minute ein kleiner Funken Hoffnung auf, als Marvin mit einem Kopfball am Gästetorhüter scheiterte, so erlosch dieser Funken bereits 2 Minuten später.

Mit einem mustergültig vorgetragenen Konter erzielten die Lauterecker das 0 – 2.

Nun verteidigten die Gäste verständlicherweise noch tiefer und das lGeschehen spielte sich weitestgehend zwischen der Mittellinie und der Strafraumgrenze ab.

Der letzter Pass kam nie an, da er entweder gar nicht oder zu schlampig gespielt wurde.

Es kam zu keinem Zeitpunkt das Gefühl auf, dass unsere Mannschaft noch eine Wende zu Stande bringen könnte, im Gegenteil; die Gäste setzten immer wieder gefährliche Konter, die jedoch meist im Schlussdrittel des Spielfeldes leichtsinnig verspielt wurden.

Aber es gibt Mannschaften, bei denen, wenn Nichts mehr geht, immer mal eine Standardsituation zum Torerfolg herhalten kann.

Doch leider gibt es wahrscheinlich in ganz Deutschland nur eine Mannschaft, die bei Standardsituationen noch ungefährlicher ist, als der SVR: den FC Bayern.

Gefühlte 20 Eckbälle und Freistöße flößten den Gästen so viel Respekt ein, wie Henry Maske, der von Angela Merkel zu einem Boxkampf herausgefordert.

 

So waren die Einen mit dem Ergebnis mehr als zufrieden und die Anderen nicht mehr in der Lage eine Wende herbeizuführen.

Der Schlusspfiff des Unparteiischen war folgerichtig eine Erlösung für beide Teams.

Fast so trist wie die Partie war auch die Zuschauerbeteiligung.

Die Zahlen                            Zwei Ortschaften mit zusammen fast 4.000 Einwohnern

Anzahl Einheimische             40

Anzahl Gäste                        4 (in Worten: vier)

 

Als dann die Ergebnisse der anderen Spiele bekannt wurden, musste man den verlorenen Punkte erst Recht nachtrauern. Denn bei den Niederlagen von Föckelberg und Offenbach/H. hätte ein Dreier heute Bigpoints sein können.

Doch andererseits bleibt man in Tuchfühlung zum Tabellenzweiten, sodass im Kampf um die Aufstiegsspiele sich keine Mannschaft Vorteile erarbeiten konnte.

Dies sollte Anlass genug sein, in den anstehenden Partien wieder in die Spur zu finden und vor allen Dingen die starken Leistungsschwankungen der letzten drei Spielen in den Griff zu bekommen.

 

Günter Bäcker

 

 

Aufstellung:

Gras D. - Ochs (37. Zimmer), Draudt S., Exner, Däberitz - Bartz, Barnekow, Draudt C., Schröck S. - Höbel, Bäcker (71. Martin)

Tore:

0:1 Markus Heil (29.)

0:2 Markus Heil (49.)